Archiv der Kategorie: Gartentipps

Kompostierung aktuell wie eh und je

Kompost bezeichnet man als die Sparbüchse des Gärtners. Er ersetzt durch die Ernte verloren gegangene Nährstoffe und organische Masse, enthält Humussubstanzen und ist gleichzeitig Nährstofflieferant. Kompost deckt, aufgebracht zu Kulturbeginn, den durchschnittlichen Bedarf an fast allen Haupt- und Spurennährstoffen der meisten Gartenpflanzen. Rund 3 l/m² sind hier völlig ausreichend. Starkzehrende Gemüsepflanzen vertragen eine extra Portion Stickstoff betonten Dünger. Kompost soll nur flach eingearbeitet und nicht eingegraben werden, denn die Bodenorganismen benötigen Sauerstoff, um den Umsetzungsprozess voran zu treiben.

Was gehört auf den Kompost

Stoffe wie Grasschnitt, Laub, Gehölzschnitt, Staudenabfälle, Beet- und Balkonpflanzen und auch Schnittblumen können ohne Bedenken kompostiert werden. Reste aus der Küche wie von Gemüse und Obst sind geeignet, sowie Kaffeesatz und Teebeutel. Schalen von Südfrüchten können in haushaltsüblichen Mengen ebenfalls unbedenklich der Kompostierung zugeführt werden. Dagegen sollten Essensreste, Teigwaren, Fleisch, Wurst, Fett, Knochen, Brot usw. nicht in Kompostbehältern angesetzt werden. Durch die Kompostierung von noch frischen Wurzelunkräutern wird deren Vermehrung ungewollt beschleunigt. Will man dies vermeiden, kann man diese im Sommer erst von der Sonne an- bzw. vertrocknen lassen und dann erst der Kompostierung zu führen.

Kirschen – ein Versuchung in tiefem Rot

Kirschen sind seit langer Zeit in aller Munde! Bereits vor über 2.000 Jahren schätzten die Griechen die Kirschen, die Römer brachten sie nach Mitteleuropa und forcierten ihre Verbreitung in allen Provinzen. Allein der Geschmack gibt jedem Recht, der Kirschen im eigenen Garten anbaut! Aber es ist nicht nur der Geschmack, der Kirschen so wertvoll macht. In Bezug auf das, was an wertgebenden Inhaltsstoffen in ihr steckt, ist sie zwar keine ausgesprochene „Superfrucht“, aber sie enthält ausgewogene Mengen an allem, was unserem Organismus gut tut. In überdurchschnitt-licher Menge enthält die Kirsche den Mineralstoff Kalium und das Spurenelement Zink. Kalium spielt eine zentrale Rolle bei der Zellversorgung und unterstützt die entwässernde Wirkung der Kirsche. Zink, auch als „Glücklichmacher“ bezeichnet, nimmt Einfluss auf den Stoffwechsel der Hormone, die unsere Stimmungslage, Begeisterungs-fähigkeit und Antriebskraft steuern. Wer Angst vor grauen Haaren hat, sollte ebenfalls zu Kirschen greifen, denn eine gute Versorgung mit Zink beugt dem Ergrauen vor. Auch der Gehalt an bioaktiven Substanzen, wie Anthocyane, kann sich sehen lassen. Sie schützen Haut und Gewebe vor zellschädigenden freien Radikalen, die unsere Haut rascher alt werden lassen, hemmen auch Entzündungen und wirken Parodontose entgegen. Je intensiver rot die Frucht der Kirsche gefärbt ist, desto mehr gesundheitsfördernde Anthocyane enthält sie. Diese zu den Polyphenolen zählenden rot-violetten Farbträger gelten zudem als effektive Helfer gegen Krebs, Thrombosen, Infarkte, Arterienverkalkung und Schlaganfälle. Kirschen sind also wirksame Herz- und Kreislauf-Schutzmittel- und das auf äußerst geschmackvolle Weise. Und wenn all diese positiven Eigenschaften immer noch keinen Grund zum Kirschen essen liefern: Angeblich kurieren sie auch Liebeskummer!!

Vertrocknete Triebe an ihrem Kirschbaum?

Kennen Sie das aus den vergangenen Jahren? Auf Ihrem Sauerkirsch- oder Aprikosenbaum beginnen einige Blütenbüschel zu welken, bleiben am Zweig hängen, nach einigen Tagen werden auch die Blätter ringsum welk und der Trieb macht einen vertrockneten Eindruck? Dann sollten Sie spätestens jetzt – falls dies noch nicht geschehen ist – an Ihren Bäumen alle Fruchtmumien und abgestorbenen Zweige entfernen, sie könnten sonst im Frühjahr am jungen Austrieb eine Neuinfektion auslösen. Auslöser dieser Symptome ist eine Pilzerkrankung, die sog. Moniliakrankheit. Diese befällt vor allem Steinobst und kann im Laufe einiger Jahre, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, zum Absterben des Baumes führen. Deshalb lohnt es sich in diesem Jahr zur Blütezeit, die Bäume ganz besonders gut zu beobachten und auf die erkennbaren Krankheitssymptome sofort zu reagieren! Dies gilt übrigens nicht nur für diese Pflanzenkrankheit. Wird ein Schaderreger frühzeitig erkannt, kann er mit einfachen Mitteln soweit an seiner Ausbreitung gehindert werden, dass oft keine weiteren Bekämpfungsmaßnahme notwendig ist. Werden die ersten Blattläuse – die jetzt durchaus schon zu finden sind – entfernt, indem der betroffene Trieb abgeschnitten wird, erfahren die Nützlinge auf der einen Seite eine wertvolle Unterstützung, aber auf der anderen Seite belässt man immer noch genügend Blattläuse die den Nützlingen als Nahrung für ihre Nachkommen zur Verfügung stehen. Effektiver Pflanzenschutz im Hausgarten beginnt jetzt und nicht erst dann, wenn die Schaderreger überhand nehmen! Ein Spaziergang mit offenen Augen durch den eigenen Garten eröffnet viele schöne Blickwinkel, man kann aber auch durchaus behaupten, er ist vor allem eine wirksame Pflanzenschutzmaßnahme! Weitere Informationen zu diesen oder anderen Themen können Sie bei der Vereinsleitung oder unter www.ogv-neutraubling.de einholen.

Beerenobst – Freude an Beerensträuchern durch richtige Sortenwahl

Gartenbesitzer, die in der nächsten Zeit planen, Beerensträucher zu pflanzen, sollten sich auch Gedanken über die Sortenwahl machen. Die richtige Sorte trägt maßgeblich zu einem erfolgreichen Anbau von Beerenobst bei.
Wichtige Kriterien für den richtigen Anbau sind zweifelsohne Ertragssicherheit, Reifezeit, ansprechender, aromatischer Geschmack und vielseitige Verwertbarkeit. Von großer Bedeutung ist darüber hinaus die Robustheit am Standort und gegenüber Witterungseinflüsse. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft einer Sorte, auf die der Freizeitgärtner besonderes Augenmerk legen sollte, ist die Widerstands- fähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Hier haben die Züchter vor allem in den letzten Jahren einiges erreicht, ganz ohne Gentechnik. Ein gutes Beispiel sind die Stachelbeeren. In der Vergangenheit haben viele Freizeitgärtner auf den Anbau verzichtet. Grund ist die Krankheit „Amerikanischer Stachelbeermehltau“, die eine komplette Ernte vernichten kann. Heute gibt es etliche mehltautolerante Sorten, die gesunde, leckere Früchte tragen. Empfehlenswerte Sorten sind „Invicta“, „Mucurines“, „Remarka“, „Redeva“ und „Rokula“. Bei der Roten Johannisbeere kann man ohne Angst die Sorten „Jonkher van Tets“, „Red Lake“, „Rolan“, „Rotet“ und „Rovada“ wählen. Bei der Schwarzen Johannisbeere „Bona“, „Titania“ und „Ometa“. Bei der milder schmeckenden Weißen Johannisbeere sollte man auf die Sorten „Blanka“, „Zitavia“ oder „Weißer Versailler“ zurückgreifen.
Wer Himbeeren pflanzen will, liegt bei den im Sommer tragenden Sorten „Meeker“, „Rubanca“, „Schönemann“ und „Tulameen“ richtig. Gute Sorten, die im Herbst tragen sind „Autumm Bliss“, „Golden Bliss“, „Himbo-Top“ und „Polka“.
„Loch Ness“, „Navaho“ sowie „Theodor Reimers“ wären empfehlenswerte Brommbeersorten. Achten Sie beim Einkauf unbedingt auf die Sorten. Wenn Sie im Handel eine Pflanze angeboten bekommen, die nur ein Etikett trägt mit der Bezeichnung „Schwarze Johannisbeere“ oder „Stachelbeere rot“ sollten Sie besonders vorsichtig sein die Finger davon lassen. (24.02.2008)

Gründüngung – Neue Kraft für unsere Gartenböden

Pflegearbeiten an Tomaten

Wenn Ende Juli/Anfang August die ersten Beete abgeräumt sind, können wir unserem Gartenboden mit wenig Aufwand viel Gutes tun, indem als Nachkultur Gründüngungspflanzen angebaut werden. Geeignete Arten wie Klee, Weidelgras, Lupinen, Buchweizen oder der Bienenfreund verbessern die Humusversorgung, beschatten den Boden, lockern ihn bis in tiefe Schichten, machen den Stickstoff aus der Luft nutzbar und verhindern , dass Nährstoffe in das Grundwasser ausgewaschen werden. Eine Gründüngung kann zudem die Fruchtfolge auflockern und somit entscheidend zur Bodengesundung beitragen. Einige Sommerblumen sind sogar zur direkten Bekämpfung mancher bodenbürtiger Schädlinge geeignet. Nähere Informationen zu diesem wichtigen gärtnerischen Thema erhalten Sie auch von den Gartenfachberatern unseres Vereins.

Naschgemüse von Terrasse und Balkon

Wer keinen Garten besitzt, kann sein Gemüse auch in Töpfen, Kübeln und Kästen auf dem Balkon und der Terrasse anbauen. Die dabei erzielbaren Ernten können durchaus beachtlich sein. Nicht nur klein bleibende Arten wie Salate, Radieschen oder Kohlrabi können angebaut werden, sondern auch üppiger wachsendes Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Melonen oder Paprika. Bei letztgenannten Arten gibt es auch schwächer wachsende und niedrig bleibende Sorten, denen der Vorzug zu geben ist. Frisch geerntetes Gemüse schmeckt nicht nur lecker, es kann auch sehr dekorativ sein. Leuchtend gelbe oder rote Tomaten, rote, gelbe und grüne Paprika oder frischgrüne Gurken sind auch für das Auge ein Genuss und können bei der Schmuckwirkung durchaus mit mancher Blume konkurrieren. Sehr dekorativ sind auch Auberginen mit ihren violett-gelben Blüten und den glänzend violett-schwarzen Früchten. Die Melonenbirne bezaubert mit ihren cremefarbenen, violettgestreiften Früchten. Sie ist etwas weniger bekannt, ebenso wie die Andenbeere, deren gelborangen, kirschgroße Beeren von einer losen Blatthülle lampionartig umgeben sind. Einen Versuch sind diese Arten unbedingt wert.

Kombiniert wird das Gemüse mit Kräutern und Sommerblumen. Verwendet man die passenden Gefäße und die richtige Erde und versorgt die Pflanzen bedarfsgerecht mit Wasser und Nährstoffen, kann der Gemüseanbau auf dem Balkon und der Terrasse ein tolles Erlebnis sein. Weitere Informationen über geeignete Arten, Sorten Pflege und Gestaltung können Sie über unsere Gartenfachberater erhalten.

Gemüseanbau

Welche Gemüsesorte ist die Richtige?

In loser Folge möchten wir in den kommenden Wochen bzw. Monaten Informationen zum o.a. Thema geben. Eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Gemüseanbau im Hausgarten ist die Auswahl einer geeigneten Sorte und die Verwendung hochwertigen Saatguts. Die Regale an Sämereien in den Gärtnereien, Gartencentern und selbst in Supermärkten
sind voll, das Angebot in den Katalogen und im Internet unüberschaubar.

Bei den Gemüsesorten gibt es große Unterschiede im Geschmack, der Farbe und Lagerung, den Gehalt an Inhaltsstoffen, der Entwicklungsdauer und Ertragsleistung. Von großer Bedeutung ist die Eignung für den angedachten Anbauzeitraum – Frühjahr, Sommer Herbst – sowie den Anbauort, also geschützter Anbau oder Freiland. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft einer Sorte ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Die Züchter haben hier in den letzten Jahren einiges erreicht, ganz ohne Gentechnik. Beispielsweise stehen beim Salat mehrere Sorten zur Auswahl, die keine Blattläuse mehr bekommen oder bei gelben Rüben ist die Möhrenfliege nicht mehr problematisch. Mehltau kann dem Anbau von Feldsalat, Spinat, oder auch Gurken „vermiesen“, mit der richtigen Sorte ist dies kein Problem. Hochwertiges Saatgut ist meistens etwas teurer, dieser höhere Preis ist aber gerechtfertigt und eine lohnende Investition, die als Dividende mehr Ertrag und erhöhte Freude am Gemüsebau ausschüttet. Vor allen Dingen so genannte Hybridsorten haben in der Regel einen höheren Preis. Auf den Samentüten ist hierbei der Zusatz „F1“ vermerkt. Eine eigene Saatgewinnung aus F1-Hybriden ist nicht sinnvoll, da eine unkontrollierte Befruchtung stattgefunden hat und die nächste Generation in ihren Eigenschaften wieder aufspaltet. Wer weitere praktische Tipps zum Gemüseanbau benötigt kann sich an die Gartenfachberater unseres Vereins wenden.

Grüne Tipps zum Frühjahr – März –

Der Vorfrühling hat sich in diesem Jahr im März leider noch nicht eingestellt. Trotzdem sprießen bereits die ersten Schneeglöckchen und Krokusse. Wir sollten uns aber deshalb nicht vorzeitig in Hektik versetzten lassen. Warten Sie mit den Gartenarbeiten bis sich der Boden erwärmt hat. Das Wetter kann auch in unseren Breitengraden noch einmal einige Kapriolen schlagen.

Im Staudenbeet erschöpfen sich nach einigen Jahren winterharte Blütenstauden. Man sollte alte Staudenstöcke herausnehmen, teilen und die Teilstücke wieder neu einpflanzen. Durch eine gezielte Kompostgabe kann dabei der ausgelaugte Boden verbessert werden.

Im Rosenbeet erfolgt der Rückschnitt auf 3 – 5 Triebe und wenn nötig das Abhäufeln. Schwache und kranke Triebe herausschneiden und die verbliebenen auf 3 – 5 Augen zurückschneiden. Kletter- und Strauchrosen werden bei Bedarf nur ausgelichtet. Rosen sind im Frühjahr für eine Startdüngung dankbar. Ausgefallene Rosenstöcke kann man jetzt auch durch mehrjährige Stauden ersetzen. Rosen am selben Standort nachzupflanzen ist nicht sinnvoll.

Der Rasen sollte vor dem ersten Schnitt nicht vertikutiert werden. Nach dem feuchten Wetter befindet sich viel Moos im Rasen, das zwar durch das Vertikutieren herausgearbeitet wird, aber dadurch wird auch die bestehende, noch empfindliche Grasnarbe stark geschädigt. Richtig ist es, nach dem einsetzenden Wachstum zu düngen, zu mähen und erst dann zu vertikutieren, wenn der Boden abgetrocknet ist.

Der Gehölzschnitt sollte bis Ende März abgeschlossen sind. Bis auf wenige Ausnahmen (Ahorn, Birke, Nussbaum, Kirsche) vertragen die Gehölze durchaus den Ganzjahresschnitt.

Grüne Tipps zum Frühjahr – April –

Wenn die Erde abgetrocknet ist, und nicht mehr „schmiert“ kann man sich über die ersten Aussaaten im Gemüsebeet, wie z. B. gelbe Rüben, Radieschen, Rettich etc. wagen. Auch Steckzwiebeln vertragen die nach relativ niedrigen Temperaturen recht gut.

Bei den Kübelpflanzen ist die Zeit im Winterquartier noch nicht ganz vorbei. Wenn die Pflanzen jedoch austreiben, sollte man sie heller stellen und den Wasserbedarf öfter kontrollieren. An warmen Tagen ist es durchaus angebracht, die Pflanzen zur Abhärtung ins Freie, an einen geschützten, beschatteten Ort zu bringen. Ein Rückschnitt z. B. bei Chrysanthemen, Fuchsien, Hibiskus u. a. ist erforderlich. Auch für ein Umtopfen sind die Pflanzen jetzt dankbar, allerdings sollte man sie dann an einen helleren Standort stellen.

Kompost lässt sich im ganzen Garten ausbringen, er ist ein Mehrnährstoffdünger. Neben Stickstoff sowie Spurenelementen enthält er auch Phosphor und Kalium. Kompost sollte grundsätzlich nicht eingegraben sondern flach in die obere Bodenschicht eingearbeitet werden. Um Nährstoffauswaschungen zu vermeiden sollte der Kompost erst im Frühjahr oder Sommer ausgebracht werden. Der Landkreis Regensburg bezuschusst die Eigenkompostierung:

Beim Kauf des Kompostierbehälters ist man nicht an ein Geschäft gebunden. Man kann ihn auch z.B. im Baumarkt kaufen und die Rechnung mit dem Formular, dass es in der Gemeinde gibt, beim Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landkreises einreichen und den Zuschuss bis zu 25,00 € kassieren. Das Formular zum downloaden hierzu gibt es auf der Landkreisseite des Landkreises Regensburg unter Landratsamt -> Fachbereiche -> Abfallwirtschaft -> Grüngutsammlung und Kompostierung -> Zuschussantrag für Kompostierbehälter (PDF). Link: Landkreis-Regensburg

Hinweis: „QuerBeet“

Wir möchten auf die sehr informative Fernsehsendung „QuerBeet“ des Bay. Rundfunks im 3. Programm hinweisen, die immer am Montag, 19.00 Uhr, ausgestrahlt wird. Sie erhalten hier, in anschaulicher Form dargestellt, wertvolle Tipps zur Gartengestaltung und Pflege.

Sommerschnitt

Der Sommerschnitt von Obstgehölzen wird schon seit Jahren propagiert, aber so richtig scheint es, ist diese Alternative zum Winterschnitt noch nicht akzeptiert worden. Dabei hat der Sommerriss oder -schnitt durchaus einige Vorteile. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Sommerbehandlung zur Beruhigung desTriebnachwachstums beiträgt. Eine Möglichkeit ist der Sommerriss. Hier werden die krautigen einjährigen Triebe (noch nicht verholzt) einschließlich der schlafenden Augen herausgerissen. Ein Neuaustrieb in demselben Jahr wird somit unterbunden. Überbaute Kronenbereiche von Äpfel, Birnen, Zwetschge, Kirsche etc. können im Sommer mit Säge und Schere reguliert werden. Dadurch wir die Belichtung der übrigen Baumpartien verbessert. Es werden gleichzeitig überzählige Früchte entfernt, eine konsequente Ausdünnungsmaßnahme also.

Diese Arbeiten wurden aus der Tradition heraus immer in den Wintermonaten durchgeführt; Gärtner und Landwirte hatten da mehr Zeit. Probieren Sie den Sommerschnitt und Sie werden vom Erfolg überrascht sein.